Heißer als RBSiC, zäher als die alten Ziegelsteine: Ein praktischer Leitfaden zu nitridgebundenem Siliziumkarbid
Nitridgebundenes Siliziumkarbid findet nicht dieselbe Beachtung wie reaktionsgebundenes SiC oder gesintertes SiC. Das ist in Ordnung. Es ist damit beschäftigt, Ofenwagen zu stützen, Aluminiumzellen auszukleiden und Abnutzung zu verkraften, der oxidgebundene Steine nicht standhalten können. Ich habe genug Zeit mit NSiC – auch als NBSiC oder nitridgebundenes SiC bezeichnet – verbracht, um dies ganz klar zu sagen: Es handelt sich nicht um eine “Budget-Version” von dichtem SiC. Es ist ein anderes Material mit einer anderen Aufgabe.
Auf dem Papier ist das Verfahren ganz einfach. Man nimmt Siliziumkarbidkörner, fügt metallisches Silizium hinzu, formt das Werkstück und brennt es anschließend in Stickstoff aus. Das Silizium wandelt sich in Siliziumnitrid um, und dieses Nitrid dient als Bindemittel, das die SiC-Körner zusammenhält. Typische Zusammensetzungen liegen bei etwa 70–80% SiC und 20–30% Si₃N₄. Die Schrumpfung während des Nitrierens ist gering, weshalb man große Platten, Ziegel und unregelmäßige Formen herstellen kann, ohne dass es zu den Verformungsproblemen kommt, die bei manchen anderen Keramiken auftreten.